“Oberes Appenfluher Tal“

 

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Mehr als nur ein Programmiergleis oder die Wandlung eines hässlichen Gleises in ein befahrbares Diorama!

 

Meine Anlage unters Appenfluher Tal befindet sich in einem Kellerraum. Zwischen dem rechten Anlagenrand der durch eine von mir selbst erstellte Trennwand abgegrenzt wird, habe ich mir vor Jahren einen kleinen Arbeitsbereich eingerichtet. Hier stehen mehrere Regale und auch eine in L Form aufgebaute Werkbank. Den freien Raum über der Werkbank nutze ich mit einem Programmiergleis für meine Lokomotiven. Dazu montierte ich in einer Höhe von 140 cm  eine Ebene aus Kiefernholzbretter. Dort programmierte ich lustig meine Lokomotiven. Unter dieser steht zusätzlich ein PC mit dem ESU-Programmer sowie eine Märklin CU 6021. Ein jeder kennt es ja, das man zwar meint, seine Anlage sei fertig, aber genau in diesem Moment fallen einem wieder evtl. oder angenommene Unstimmigkeiten/Bausünden auf. So erging es mir auch. Doch bevor ich den geplanten Rundumschlag auf und an der Anlage vornehmen konnte, wollte ich erst mal noch so manche meiner Arbeitsweisen weiter festigen. Somit reifte in mir die Idee ein Diorama zu bauen.

 

Natürlich war von Anfang an klar, das es als Thema nur Berge und die Schweizer Normalspur haben kann und darf. Im laufe der Planungen stolperte ich über die Idee dem Diorama auch eine sehr nützliche Aufgabe zu vergeben. Somit stand der Entschluss bei mir fest, es muss eine tolle Alpenlandschaft inkl. Bach mit richtig guten Begrünungsmaterial entstehen, angelehnt an die Gotthardbahn aber keine Nachbildung einer dortigen Vorbildsituation, da ich so etwas mir nicht zutraue. Die Bahnstrecke sollte auch wirklich zum fahren und programmieren meiner Züge geeignet sein.

Bei der Jahreszeit wählte ich den frühen Herbstbeginn, die Zeit in der sich die Blätter verfärben, aber noch nicht auf den Boden fallen. Ich wollte auch hier mal was anderes machen, fast alle Modellbahnanlagen werden mit einer sommerlichen Landschaft aufgebaut. Bevor ich weiter über die Umsetzung meines Projektes schreibe, liste ich schnell mal einige Details hier auf, mit denen ich mein Diorama unbedingt ausstatten wollte:

Ein doppelspuriges Steinbogenviadukt (dazu verwendete ich von Kibri 2 Bausätze Hölltobelviadukt, Brückengeländer für das Viadukt und die alten SBB-Oberleitungsmasten (alles von Sommerfeldt) sollten es sein, Grasmatten von Heki und Silhouette, Gleisbettung von Merkur, Laubbäume und Nadelbäume von der Modellbaum-Manufaktur Grünig (mein Freund Manfred), mit diesen Produkten habe ich bereits gearbeitet und sie sind einfach toll, eigens gesammelte Steine fürs Bachbett - realer geht es nicht, Wandersleute von Preiser.

Mein Diorama hat ein Tiefe von 42 cm, eine Breite von 180 cm und eine Höhe von 60 cm. Ich baute zunächst den Dioramakasten und dann das Viadukt zusammen und verbesserte es in dem ich den großen Innenbogen und auch einige Spalten mit Gibs verputzte. Anschließend überarbeitete ich das ganze Bauwerk mit Wasserfarben von Revell und Pulverfarben aus einem Bastelgeschäft. Nun baute ich die Gleisstrecke inkl. Viadukt in den Dioramakasten ein. Als nächstes wurden an den Seitenwänden die Durchlässe ausgesägt und das ganze Gleisdoppeloval verlegt. Es folgten die ersten Testrunden auf den Strecken. Danach wurde der Untergrund für den Hintergrund von mir vorbereitet und eingebaut. Da ich eine Hintergrundkulisse selbst entwerfen und malen wollte, verbaute ich als Maluntergrund Polystyrolplatten und formte die rechte Ecke des Dioramas rund aus.

Danach habe ich als erstes die Lage der Tunnelportale festgelegt und ein gekauftes Portal zum Test aufgestellt. Es sagte mir überhaupt nicht zu, also versuchte ich mein Glück ein solches aus Hartschaumplatten selbst anzufertigen. Das 1te samt Stützmauer für den Hang ist mir gelungen, aber die Durchfahrt wirkte wie ein Scheunentor. Ergo baute ich erneut ein weiteres. Dieses hat mich dann überzeugt, so dass ich auf Fertigprodukte aus dem Zubehörbereich der Modellbahnindustrie komplett verzichten konnte und auch das 2te vorgesehene Tunnelportal sowie die dazu geplante Stützmauer selbst baute. Die Tunnelinnenwände entstanden natürlich auch aus Hartschaumplatten.

Die Landschaft habe ich ebenfalls komplett aus Hartschaumplatten vorgeformt. Allerdings wurde der vordere Bereich des Dioramas immer nur Stück für Stück gebaut, da ich auf Grund der Platzverhältnisse zuerst die komplette Landschaft hinter den Schienen fertig stellen musste. Jetzt malte ich meinen eigenen gedachten Hintergrund mit Hilfe der Bob Ross Zeichentechnik. Dieser wurde während der Bauphase noch 2 mal verbessert und erweitert.

Anschließend habe ich die ganze Hartschaumlandschaft komplett mit Gips überzogen, die Felsen modelliert und nach der Durchtrocknung farblich angelegt. Vorher habe ich noch schnell die Gleise und das Gleisbett farblich überarbeitet. Nun wurde mit der Begrünung und Bepflanzung angefangen. Die Oberleitungsmasten so wie der Fahrdraht wurden erst gegen Ende der Landschaftsbauerei gesetzt und verspannt.


 Als aller letztes wurde der von mir geplante Bach Appenfluh in Angriff genommen. Hier überlegte ich recht lange, mit was ich mein Wasser modellieren könnte. Ich informierte mich über die einschlägigen Angebote der Modellbahnzubehörindustrie und keines der Produkte fand so richtig meine Zustimmung. Bei einer weiteren Baumbestellung für mein Diorama habe ich meinen Feund Manfred von der Modellbaum-Manufaktur nach seinen Erfahrungen beim Anlegen von Gewässern gefragt. Er selbst modelliert seine mit dem Giesharz Glosscoat von Vosschemie und hat es mir sehr empfohlen. Mit diesem arbeiten anscheinend auch andere bekannte Modellbauer.

Ich bin seiner Empfehlung gefolgt und habe als erstes das Bachbett, so wie ich es mir vorstellte, vorbereitet und dann das Giesharz sehr vorsichtig eingegossen. Es richt und stinkt überhaupt nicht und härtet total durchsichtig und klar aus. Nach dem es 2 Tage durchtrocknen durfte, formte ich auf der glatten Oberfläche mit Windowcolor eine leichte wellenförmige Wasseroberfläche. Diesen Vorgang wiederholte ich mehrmals, bis mich mein Ergebnis zufrieden stellte. Als nächstes brachte ich nun auf die gut durchgetrocknete wellige Oberfläche mit einem kleinen festen Pinsel etwas weiße Plakafarbe auf, mit diesem Arbeitsgang wurden die typischen Wasserverwirbelungen dargestellt. Mit diesen letzten Schritten endete auch die Bauzeit des Dioramas.


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Seite wurde im Jahr 2016 erstellt!

Letztes update 11.11.2017